Geschichte

Das heutige Wappen wurde Niederaula am 28.2.1978 erteilt. Die Wappenbeschreibung lautet: "Das Wappen der Marktgemeinde Niederaula zeigt im roten Schild vor einem achtstrahligen silbernen Stern im linken Obereck über einem silbernen Wellenbalken eine goldenbewehrte silberne herschauende Eule" .

Das Wappenbild wurde, in Bezug auf den Ortsnamen , eine Eule und ein Wellenbalken ausgewählt, da der Flussname Aula (übersetzt Eulenbach) bedeutet. Die 4 Wellen stehen für die 4 Flüsse die durch Niederaula fließen (Fulda,Aula,Jossa und Hattenbach). Der achtstrahlige Stern steht für die acht Ortsteile der Marktgemeinde Niederaula (Niederaula, Mengshausen, Solms, Niederjossa, Hattenbach, Kleba, Kerspenhausen und Hilperhausen. Die Farben rot-weiß wurden gewählt da es die Landesfarben Hessens sind. 

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Niederaula im Jahre 779 in einer Schenkungs-Urkunde von Karl dem Großen der dem Benediktiner Kloster Hersfeld einen Landbesitz "zu Aula" schenkte. Die Urkunde selber ist verloren gegangen, aber im Kopialbuch des Klosters Hersfeld existiert eine Abschrift aus dem Jahr 779.
 

Im Jahre 1791 erhält Niederaula das Privileg zur Abhaltung von 3 Jahr-und 2 Viehmärkten von Landgraf Willhelm IX . Diesem verliehendem Privileg zu Folge darf die Gemeinde Niederaula seit dem 19.8.2000 wieder den Titel Marktgemeine Niederaula weiterführen.

1906 erhält Niederaula einen Bahnhof an der Strecke Hersfeld-Treysa. Die Errichtung einer Ziegelei mit Gleisanschluss war der erste Schritt in Richtung Industrialisierung. 

In Niederaula lebten 1933 72 jüdische  Mitbürgerinnen und Mitbürger in 32 jüdischen Familien, die nach und nach ihre Anwesen verkauften und auswanderten. Die zurückgebliebenen wurden 1938 enteignet und in das Lager Theresienstadt abtransportiert. Laut einer Aufstellung des New Yorkers Salomon Andorn aus dem Jahr 1953 sind 48 ehemalige Mitbürgerinnen und Mitbürger in Konzentrations- und Vernichtungslagern umgekommen.

Am 30.3. 1945 wurden 49 Häuser vorübergehend von amerikanischen Verbänden in Niederaula beschlagnahmt. Somit war für Niederaula und die umliegenden Orte der Krieg zu Ende.

In den Jahren 1946 - 1951 kamen viele Heimatvertriebene und Flüchtlinge aus Schlesien, dem Sudetenland und Egerland  nach Niederaula. Die heimatlos gewordenen Menschen integrieren sich schnell und finden hier eine neue Heimat. Da die Flüchtlinge meist dem katholischen Glauben angehörten errichteten sie 1953 eine eigene Kirche am Hungerberg.

1974 erfolgte in Niederaula die Grundsteinlegung für die Gesamtschule mit Förderstufe und Sekundarstufe I.

Im Jahr 1981 wurden in Niederaula gleich 2 Bauwerke eingeweiht. Zum einen das Sportzentrum und zum anderen wurde die zentrale vollbiologische Kläranlage in Niederaula in Betrieb genommen.

1992 wurde durch die Erschließung eines neuen Gewerbegebietes ermöglicht mehrere neue Betriebe anzusiedeln. Gleichzeitig wurden Wohngebiete für 100 Häuser ausgewiesen.

Im Jahr 2000 fand die 3. Niederaulaer Gewerbeausstellung statt und im Rahmen dieser erhält Niederaula am 19.8.2000 die Verleihungsurkunde zum führen des Titels "Marktgemeinde".

2009 wurde in Niederaula im Kindergarten Schlitzer Strasse eine Kinderkrippe eingeweiht.